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Friedenslicht 2025

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" Warum die Pfadfinder die Welt ein bisschen heller machen " - Mutmacher für Kinder und Jugendliche

Am 14. Dezember fand in der Jugendkirche Samuel in Mannheim die Aussendungsfeier des Friedenslichtes für Nordbaden statt. Rund 160 Kinder und Jugendliche kamen mit ihren Laternen zusammen, um unter dem Motto „Ein Funken Mut“ das Friedenslicht zu empfangen und weiterzutragen.

Pfadfinder*innen aus Nord Baden z.B. Karlsruhe, Gaggenau, Zwingenberg, Ketsch, Heidelberg und Mannheim waren angereist, um gemeinsam dieses besondere Zeichen des Friedens zu feiern.

Zu Beginn der Feier wurde eine KI-generierte Videobotschaft gezeigt, in der der Gründer der Pfadfinderbewegung, Robert Baden-Powell, der heutigen Pfadfindergeneration eine ermutigende Nachricht hinterließ. Er rief dazu auf, Verantwortung zu übernehmen, mutig zu handeln und die Welt aktiv mitzugestalten.

Botschaft von Baden-Powell an die Pfadfinderinnen von heute:

Hallo, liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder, von heute. Ich bin Robert Baden-Powell – vielleicht kennt ihr mich als Gründer der Pfadfinderbewegung. Vor über hundert Jahren begann diese Reise mit einer kleinen Gruppe von Jungen auf einer Insel namens Brownsea. Wir wollten lernen, wie man in der Natur lebt, Verantwortung übernimmt und anderen hilft.

Doch die Welt hat sich verändert. Ihr steht heute vor Herausforderungen, die wir uns damals kaum vorstellen konnten – Klimawandel, digitale Welten, Kriege, Ungerechtigkeit. Und trotzdem bleibt eines gleich: Euer Mut, euer Zusammenhalt, euer Wunsch, die Welt ein bisschen besser zu machen als ihr sie vorgefunden habt.

Ich habe einmal gesagt: „Optimismus ist eine Form des Mutes, die Vertrauen in andere gibt und zum Erfolg führt.“

Und genau das braucht ihr heute. Mut – nicht, weil alles einfach ist, sondern weil ihr daran glaubt, dass es sich lohnt, weiterzugehen. Vertrauen – in euch selbst, in euer Team, in die Menschlichkeit.
Denn Pfadfindersein bedeutet: nicht aufzugeben, wenn der Weg steinig wird.

Ich sehe in euch die Hoffnung von morgen. Wenn ihr mit offenen Augen, offenem Herzen und offenen Händen durch die Welt geht, dann lebt ihr den wahren Geist des Pfadfindens.

Also bleibt neugierig, bleibt freundlich – und vergesst nie: Euer Lächeln und euer Mut können Funken schlagen, die andere zum Leuchten bringen. Gut Pfad – und möge euer Licht weitergetragen werden.

Euer Baden-Powell.

In einem Aktionsteil konnten die Besucher*innen durch die Kirche gehen und sich an Plakaten mit mutigen Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart beschäftigen, darunter Malala Yousafzai, Greta Thunberg, Nicholas Winton, und Mahatma Gandhi. Nach dem Rundgang fanden alle unter ihren Stühlen einen Umschlag. Darin befand sich eine Spiegelpostkarte – verbunden mit dem Auftrag, darüber nachzudenken, welche mutigen Menschen es heute gibt. Beim Blick in den Spiegel wurde deutlich: Jede und jeder Einzelne kann selbst mutig sein und Verantwortung übernehmen.

Inhaltlich wurde auch der Weg des Friedenslichtes erläutert: Das Licht wurde in Bethlehem entzündet, nach Österreich geflogen und am zweiten Advent in Linz an Pfadfinder*innen aus 19 verschiedenen Ländern weitergegeben.

In der Ansprache wurde deutlich gemacht, dass viele kleine Lichter gemeinsam selbst die dunkelsten Orte erhellen können. Ebenso könne durch das mutige Handeln vieler Menschen Großes entstehen. Das Friedenslicht wurde dabei als Zeichen von Mut und Frieden verstanden, das an viele unterschiedliche Orte weitergetragen wird, damit dort Hoffnung, Mut und Frieden wachsen können.

Anschließend wurde das Friedenslicht feierlich in der gesamten Kirche verteilt und die ganze Kirche funkelte.

Die Fürbitten wurden von sechs jugendlichen Pfadfinder*innen im Vorfeld selbst geschrieben und während des Gottesdienstes vorgetragen. Eine Bitte lautete: „Lieber Gott, bitte lass den Funken zu einem großen Feuer werden und alle Menschen wärmen, die es brauchen.“

Zum Abschluss der Feier sangen alle traditionell das Lied „Flinke Hände, flinke Füße“ und ließen mit diesem Pfadfinderkracher die Kirche spürbar beben.

Organisiert wurde die Aussendungsfeier von Marcella Appel (VCP Mannheim) sowie Joschi Kratzer, Klaus Kleiner, Jonas Kratzer, Christian Keller und Juliane Lauer (DPSG Mannheim -Bergstraße) in Zusammenarbeit mit der Jugendkirche Samuel, vertreten durch Hennadii Dmytriiiev. Einen Herzlichen Dank auch an unsere kurzfristig gegründete Friedenslicht Band für die tolle musikalische Begleitung!